Programmflyer

PDF April 2026  

Filme der kommenden Wochen

Coded Bias

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14.04.2026
19:00
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Shalini Kantayya

USA 2020, 90 Min

Englisch/OmU

Künstliche Intelligenz bestimmt viele Bereiche unseres Alltags: etwa bei Suchmaschinen, Sprachassistenten oder in den Sozialen Medien. Darüber hinaus dominiert sie die Entwicklungen in Wirtschaft und Industrie. Doch zu glauben, dass die Technologie dabei als neutrale Instanz agiert, wäre ein Trugschluss: Die Algorithmen sind vor allem auf weiße, männliche Nutzer trainiert.
»Coded Bias« von Shalini Kantayya fragt, was dieses Ungleichgewicht für Menschen bedeutet, die dabei aus dem Raster fallen. Der Film zeigt Untersuchungen der MIT Media Lab-Forscherin Joy Buolamwini, die sich weit verbreiteter Voreingenommenheiten in Algorithmen widmet. Zuvor hatte sie entdeckt, dass viele Gesichtserkennungstechnologien dunkelhäutige Gesichter nicht richtig erkennen oder die Gesichter von Frauen nicht richtig klassifizieren. Aber selbst, wenn die Einstufung per Algorithmus "richtig" ist, bleibt das Problem der Überwachung und politischen Kontrolle.

Kurzfilm: Hinter Glas,  Deutschland 2017

Der Filmabend ist eine Kooperation mit dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt 

Filmgespräch mit:
Francesca Schmidt, Referentin - Bundeszentrale für politische Bildung, Vorständin netzforma e.V
Kenza Ait Si Abbou
, Ingenieurin, KI-Expertin, Founder/CEO Scailers
Nelly Y. Pinkrah, Black Studies- und Medienwissenschaftlerin, TU Dresden

Moderation: Kisanet Tesfaye

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© 2020 Coded Bias

Wo/Men

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21.04.2026
19:00
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Kristine Nrecaj, Birthe Templin

D 2024, 84 Min

Albanisch/OmU

WO/MEN erzählt die Geschichte von sechs albanischen Burrneshas - Frauen, die sich aus unterschiedlichen Gründen entschlossen haben, die soziale Rolle von Männern zu übernehmen. Eine Möglichkeit, die in der Tradition ihres Landes tief verankert ist. Sie haben diesen Weg gewählt, um patriarchalische Strukturen zu umgehen, um frauenfeindlichen Übergriffen zu entgehen, um ihre Familie wirtschaftlich zu unterstützen oder um eine Zwangsehe zu vermeiden - mit anderen Worten: um frei zu sein. Die Protagonistinnen des Films lassen uns an ihrem Leben und ihrer persönlichen Reise teilhaben. Sie sprechen über Freiheit und Unterdrückung und darüber, wie sie die Geschlechterschranken durchbrechen. Sie zeigen aber auch, welchen Preis sie dafür bezahlen. WO/MEN stellt Stereotype und gängige Geschlechterdebatten auf den Kopf und zeigt, dass das Leben als Frau noch immer als weniger wertvoll gilt, und das weltweit.

Kurzfilm: Girlsboysmix,  Niederlande 2020

Filmgespräch mit:
Birthe Templin, Regisseurin

Ruth Fühner, naxos.Kino

©missingFILMS

LICHTER FILMFEST 2026: Das Knistern der Regenwürmer

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28.04.2026
19:00
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Jule Kracht

D 2025, 89 Min

Deutsch

Kunst? Das kann doch jedes Kind! Stimmt, deshalb nimmt sich die Helen-Keller-Förderschule in Rüsselsheim der künstlerischen Entwicklung ihrer Hauptstufe mit besonderer Hingabe an. Kunst wird zum Zugang zur Welt und Farben, Klänge, Musik und Bewegung zur Eintrittskarte zu einer Reise der besonderen Art. Durch die Augen der Kinder entdecken wir einen eigenen Kosmos und hören DAS KNISTERN DER REGENWÜRMER.
Jule Krachts einfühlsame Dokumentation begleitet diesen Prozess mit großer Nähe und zeigt das Engagement des pädagogischen Teams. So entsteht ein eindrücklicher Film über die große Kraft der Kunst. Konzeption, Produktion und Dreharbeiten dieses Films entstanden vollständig in der Rhein-Main-Region.

Kurzfilm: Pink Cuts Pink,  Deutschland 2017

Ticketshop Lichter-Filmfestival


Filmgespräch mit:

Jule Kracht, Regisseurin
Volker Janovsky, Kameramann und Produzent

Christina Budde, naxos.Kino

Lichter Filmfest

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Soldaten des Lichts

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05.05.2026
19:00
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Julian Vogel, Johannes Büttner

D 2024, 108 Min

Deutsch

Der Dokumentarfilm SOLDATEN DES LICHTS beleuchtet eine wachsende Szene von Influencern, Life Coaches und selbsternannten Heilern, die Verschwörungserzählungen verbreiten und in enger Verbindung zu sog. Reichsbürgern und anderen antidemokratischen Kräften stehen. Diese Akteure setzen auf apokalyptische Szenarien, ständige Bedrohungen und Heilsversprechen, um ihre Follower*innen zum Kauf von Kursen und Produkten zu animieren. Ihre Kundschaft
reichen von sogenannten Souveränist*innen und Selbstverwalter*innen, die einen Bruch mit der BRD anstreben und sich durch eigene Ausweispapiere und bürokratische Strukturen legitimieren, bis hin zu Menschen, die schwer körperlich oder psychisch erkrankt sind. ..Mit einer rein beobachtenden Kamera begleiten wir die Gruppe um Mister Raw bei der Erstellung von Content, Marketingstrategien sowie bei Verkaufsgesprächen und Wertschöpfungsprozessen. So untersucht
der Film die neoliberale, auf Selbstoptimierung ausgerichtete Welt dieser Szene. Parallel dazu folgen wir Timo, der beginnt, für Mister Raw zu arbeiten und erleben, wie er versucht, durch Gebete und Fasten seine Besetzungen loszuwerden.
SOLDATEN DES LICHTS porträtiert die zwischenmenschlichen (Macht-)Beziehungen innerhalb des Kosmos von Mister Raw, der oft eher wie eine spirituell-ideologische Gemeinschaft (oder gar Sekte) anmutet als eine herkömmliche Firma. Ziel des Films ist es nicht nur, dieses Phänomen zu verorten, sondern auch die gesellschaftlichen Kontexte zu beleuchten, die es ermöglichen, dass Figuren wie Mister Raw so erfolgreich sind.

Filmgespräch mit:
Julian Vogel, Regisseur

Hadwiga Fertsch-Röver, naxos.Kino

©FOUR GUYS Film Distribution

Das Ungesagte

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12.05.2026
18:00
Beginn 18.00 Uhr
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Patricia Hector, Lothar Herzog

D 2025, 143 Min

Deutsch

Wie ein ganzes Volk einer menschenverachtenden, faschistischen Ideologie verfallen kann? Höchste Zeit, die zu fragen, die es selbst noch miterlebt haben und die nun, acht Jahrzehnte später, bereit sind, Rede und Antwort zu stehen. Elf Zeitzeugen und -zeuginnen haben Patricia Hector und Lothar Herzog für ihren Film befragt. Geboren zwischen 1920 und 1936, sind sie als Kinder und Jugendliche in Hitlers Drittes Reich hineingewachsen. Und bis auf die beiden, die jüdischer Herkunft sind, gestehen alle, wie sehr auch sie dem Führer-Kult verfallen waren.

Filmgespräch mit:
Lothar Herzog, Regisseur

 

Rosemarie Tuchelt, naxos.Kino

©imFilm Agentur + Verleih

I am the river, the river is me

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19.05.2026
19:00
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Petr Lom

NL/NOR/Neuseeland 2024, 88 Min

Englisch, Maori, OmU

Der Māori-Flusswächter Ned Tapa nimmt die Filmemacher:innen, internationale Wasservertreter:innen und Aktivist:innen mit auf eine Kanufahrt auf dem Whanganui River in Aotearoa, Neuseeland. Der 320 Kilometer lange Fluss ist der erste weltweit, der als juristische Person anerkannt wurde. Seit über 150 Jahren kämpfen die Māori leidenschaftlich für den Schutz ihrer heiligen Lebensader. Auf diesem spirituellen Wasserweg teilen die Reisenden Geschichten von Widerstandskraft, Zerstörung und Heilung. Durch den Geist des Flusses als Begleiter und Erzähler reflektiert der Film über indigene Weisheit, die Verbundenheit allen Lebens und die globale Bewegung für die Rechte der Natur. Ein Aufruf, unsere Wertesysteme gegenüber der Natur und der Gemeinschaft zu überdenken – zum Wohle allen zukünftigen Lebens auf der Erde.

Der Filmabend ist eine Kooperation mit der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) des Senckenberg-Instituts für Naturforschung - im Rahmen der Doku-Abende Rhein-Main.

Filmgespräch mit:
Prof. Dr. Klement Tockner, Gewässerökologe, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Dr. Jula Zenetti, Department Umwelt- und Planungsrecht, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH, Leipzig

Christina Budde, naxos.Kino

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©mindjazz pictures