Programm
Programmflyer
PDF Oktober 2026 PDF November 2026
Filme der kommenden Wochen
Sylvie Kürsten
D 2025, 93 Min
Deutsch
Wie lassen sich die Grenzen des Sag- und Sichtbaren durch Kunst verschieben – trotz oder gerade wegen aller Widerstände? Vor gut 50 Jahren erklärte eine Handvoll Künstler:innen die einstige sozialistische Vorzeigestadt Chemnitz/Karl-Marx-Stadt zur avantgardistischen Happening-Zone. Ob stumme Performances oder Pleinairs an der See, überbordende Künstlerfeste oder kaltnadelradierte Kollektivwerke – die Künstlergruppe Clara Mosch und die genossenschaftlich organisierte Galerie Oben haben seit den 70er Jahren bewiesen, dass Kunst in der DDR frei sein kann. Und westlichen Vorbildern wie Joseph Beuys in nichts nachsteht.
Mit ihrem Dokumentarfilm „Go Clara Go: die Kunst des kreativen Widerstands“ legt die Regisseurin Sylvie Kürsten ein Ausnahmekapitel ostdeutscher Kunstgeschichte offen. Zusammen mit den Protagonist:innen von damals spürt sie der kreativen Energie dieses subkulturellen Durchlauferhitzers am sächsischen Erzgebirgsrand nach – und taucht tief ein in diese legendäre DDR-Parallelwelt, in der Kunst und Leben immer zusammen gehörten. Das zog zahlreiche Fans an, aber auch die Spitzel der Stasi. Ein filmisches Fest für die nonkonforme Kunst aus dem Osten und eine Hommage an die Heimat. Und zwar pünktlich zum europäischen Kulturhauptstadtjahr 2025, wenn Chemnitz das Kunstpublikum aus aller Welt empfängt.
Kurzfilm: Short Film von Olaf Held / Deutschland 2013
Filmgespräch mit:
Sylvie Kürsten, Regisseurin
Dr. León Krempel, Direktor der Kunsthalle Darmstadt
Rosemarie Tuchelt, naxos.Kino
©Salzgeber
Sara Khaki & Mohammadreza Eyni
IRAN/USA/NL, u.a. 2025, 94 Min
Farsi/Azeri/Turkish/ OmU
Widerstand ist eine Kunst – niemand beherrscht sie besser als Sara Shahverdi: In ihrem Dorf im Norden des Iran ist sie schon lange als Unruhestifterin bekannt, weil sie für sich und für andere Frauen gegen die örtlichen Patriarchen einsteht.
Sara Khakis und Mohammadreza Eynis präzise inszenierter Film „Cutting Through Rocks“ ist ein gekonnt gestaltetes Werk des filmischen Dokumentarfilms, das buchstäblich mit einem Knall beginnt: Wir wechseln von einem schwarzen Bildschirm zu einer Frau mittleren Alters mit Kopftuch, die mit einer aus den Angeln geratenen Metalltür ringt; schließlich beschließt sie, die umgebende Steinumfriedung mit einer Kreissäge durchzusägen, damit die Tür wieder hineinpasst. Es ist eine treffende Metapher für die beeindruckende Sara Shahverdi, eine seit langem geschiedene Frau in einer tiefreligiösen Region im Nordwesten des Iran – eine Frau, die den größten Teil ihres Lebens damit verbracht hat, Geschlechternormen zu missachten und den Konventionen über den Haufen zu werfen. Die ehemalige Hebamme setzt sich zudem lautstark für die Stärkung von Frauen und Mädchen ein, wozu auch der Zugang zu Bildung und ein Ende der Kinderehen gehören. Und natürlich kämpft sie auch für das Recht, Motorrad zu fahren – ihre größte Leidenschaft überhaupt.
Das Filmteam begleitete seine Heldin und ihre Gemeinschaft schließlich sieben Jahre lang immer wieder, angefangen bei Shahverdis großem Clan oder auf Zusammenkünften unterstützender weiblicher Wählerinnen, die weniger Wahlkampfauftritte sind als vielmehr ein gewiefter Vorwand, um die Botschaft der „Girl Power“ zu verbreiten. Shahverdi warnt eine ziemlich ehrfürchtige Zuhörerschaft, dass sie das erstarrte System nicht allein auf den Kopf stellen kann. „Ihr alle müsst Veränderung wollen.“Die sittsam verschleierten Frauen wirken gleichermaßen skeptisch wie amüsiert. Gandom Films (Übersetzt mit DeepL.com)
Kurzfilm: Those Who Throw a Stone von Melissa Klingelhöfer / Deutschland 2023
Filmgespräch mit:
Mahsa Hadadi, Lehrerin, Aktivistin, Feministin und Antifaschistin
Mehdi Nosratlu, naxos.Kino
In Kooperation mit der "Pupille" - Kino in der Uni
©Gandom Films
Alisa Berger
D/F 2023, 71 Min
japanisch OmU
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Kurzfilm: Birds in the Earth von Marja Helander / Finnland 2018
Filmgespräch mit:
Alisa Berger, Regisseurin des Films
Ulrich-Irato Hildmann, langjähriger Tänzer (Profi-Amateur)
Moderation: Marianne Spohner, naxos.Kino
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Gabriele Schärer
CH 2026, 118 Min
Deutsch
Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen - Kreislaufwirtschaft statt Verschwendung und «Caring Economy» statt Profitorientierung. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft.
Nach dem Studium arbeitet Barbara Buser im Sudan, danach in Tansania, wo sie lernt mit wiederverwendetem Material zu bauen. Zurück in Basel wird sie die erste Fähr-Frau auf dem Rhein. Ihr Elternhaus ist das erste Haus, das sie vor dem Abriss rettet. Eine frühere Maschinenfabrik in Basel verwandelt sie in ein Quartierzentrum, das Gundeldinger Feld wird als ihr Meisterstück bezeichnet. Zusammen mit Eric Honegger gründet sie kurz vor der Jahrtausendwende das baubüro insitu.
Wir freuen wir uns, Sie im November hier zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) - Hörsaal 601, Gebäude 1, Nibelungenplatz 1
Filmgespräch mit:
Margit Sichrovsky, LXSY Architektur Berlin, "Zirkuläres Bauen", Professorin FG Klimagerechte und ressourceneffizente Architektur, Hochschule für Technik Stuttgart
Moderation: Christina Budde, naxos.Kino
In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)
©mindjazz pictures
Arian Lehner
A 2024, 60 Min
Deutsch
"BEYOND ETERNITY ist eine Architekturerkundung im Kontext von Klimawandel, Ressourcenknappheit, zirkulären Strategien Immobilienspekulationen und Flüchtlingskrisen. Dieser Dokumentarfilm reflektiert über das Potenzial zukünftiger, nachhaltiger Architektur jenseits der dominanten Perspektiven der nördlichen Industriestaaten. Im Rahmen eines Besuchs der „Sharjah Architecture Triennial“ 2023 in den Emiraten begibt der Film sich auf die Suche nach wichtigen Fragestellungen unserer Zeit: Sollen wir so weitermachen wie bisher? Welche Architektur wollen wir?
Darüber hinaus kommen an der Triennale beteiligte internationale Architekt:innen / Künstler:innen aus Dänemark, Indien, Nigeria, Libanon, Ghana und Palästina über ihre spannenden Projekte zu Wort.
Wir freuen wir uns, Sie im November hier zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) - Hörsaal 601, Gebäude 1, Nibelungenplatz 1
Filmgespräch mit:
Arian Lehner, Regisseur des Films, Architekt und Chefredakteur "architektur.aktuell" Wien
Moderation: Christian Holl / Marius Mersinger, BDA Hessen
In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)
©© Mies. TV - Arian Lehner
Ingwar Perowanowitsch
D/F/NL/DK 2026, 84 Min
Deutsch, Französisch, Englisch
Der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch reiste zwei Monate lang per Rad durch Europa. Er startete in Freiburg und besuchte mit Kamera im Gepäck Städte wie Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen. Perowanowitsch wollte erfahren, warum sie als besonders lebenswert gelten, was sie dafür machen und was deutsche Kommunen von ihnen lernen können. Dafür spricht er vor Ort mit Planenden, politisch Verantwortlichen und Engagierten.
Perowanowitsch zeigt, wie entschlossenes Handeln den öffentlichen Raum neu verteilen und die Lebensqualität steigern kann. "Cycling Cities" zeigt Wege auf, wie sich deutsche Städte verändern können.
Blick über die Grenze: Paris beweist, wie schnell eine Metropole Straßen für den Radverkehr umbauen kann. In Utrecht fahren Menschen über die Dafne-Schippers-Brücke, die Wohngebiete direkt mit dem Zentrum verbindet. Perowanowitsch verdeutlicht, dass es für eine bessere Radinfrastruktur nicht an Platz mangelt, sondern oft am politischen Willen.
Wir freuen wir uns, Sie im November hier zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) - Hörsaal 601, Gebäude 1, Nibelungenplatz 1
Filmgespräch mit:
Dennis Knese, Professur für Nachhaltige Mobilität und Radverkehr, Frankfurt University of Applied Sciences
Anja Zeller, politische Geschäftsführerin VCD Hessen
Moderation: Wolfgang Voss, naxos.Kino
In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)
© Ingwar Perowanowitsch
Ginger Hobi-Ragaz
CH 2026, 53 Min
Deutsch
Jamica hat genug von ihren Jobs bei Fastfood-Ketten, Yuma kann keine Pickel mehr retuschieren. Lucinda kämpft, um ihre Familie zu ernähren und Romana will endlich ihren Traumberuf ausüben.Der 53-minütige Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von vier Frauen und einer Sisters-helping-Sisters Organisation. In einer Jetztzeit Aufnahme und über zehn Jahre später. Die Realität hat zu einem brisanten Plottwist geführt. Die vier Frauen schlagen mitten im Leben ihren eigenen Weg ein und scheuen dabei keine Hürden auf ihrem Weg ins Bauhandwerk. Dadurch entsteht eine so eindrückliche Kraft, dass sich diese auch auf das Film-Publikum überträgt.
Die Lebensumstände der vier Frauen sind sehr unterschiedlich, ihr Wunsch im Kern derselbe. Während die Relevanz der vielschichtigen
gesellschaftlichen Themen im Film zeitlos ist, hat die Situation der Sisters-helping-Sisters Organisation an aktueller Brisanz gewonnen: So hat
diese die aktuelle US-Regierung angeklagt, die sie abschaffen will.
Wir freuen uns, Sie im November hir zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS), Geb. 1, Hörsaal 601
Filmgespräch mit:
Ginger Hobi-Ragaz, Regisseurin des Films
Ruth Fühner, naxos.Kino
In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)
Mit großzügiger Unterstützung des Schweizer Generalkonsulats
©Ginger Hobi-Ragaz
