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Intercepted

23.07.2024
19:00

Oksana Karpovych

CAN / UKR / F 2024, 93 Min

Russisch mit englischen Untertiteln

Ukrainische Geheimdienste haben Tausende von Telefongesprächen abgefangen, die russische Soldaten vom Schlachtfeld in der Ukraine mit ihren Familien und Freunden in Russland führten. Die Gespräche geben ein klares Bild von der Grausamkeit des Krieges in einer schwindelerregenden emotionalen Spannung. Neben den Bildern der durch die Invasion verursachten Zerstörung und des Alltag des ukrainischen Volkes, das Widerstand leistet und wieder aufbaut, hört man die Stimmen der russischen Soldaten – von heroischen Illusionen bis hin zu völliger Enttäuschung und Verlust der Vernunft, von Plünderungen bis hin zu grausamen Kriegsverbrechen, von Propaganda bis zu Zweifeln und Desillusionierung – , die die ganze Bandbreite der entmenschlichenden Macht des Krieges und des imperialistischen Charakters der russischen Aggression zeigen.

Zum Filmgespräch begrüßen wir:  Dr. Jonas J. Driedger, Leibniz-Institut für Friedens-und Konfliktforschung Frankfurt (jetzt:PRIF).

 

Moderation: Carola Benninghoven, naxos.Kino

© Lightdox, Bild © Christopher Nunn

Jud Süß 2.0

Headerbild

30.07.2024
19:00

Felix Moeller

D, 2022, 77 Min

Deutsch

Der Antisemitismus ist weltweit auf dem Vormarsch und alltäglicher Judenhass bleibt von erschreckender Aktualität. (Ur)alte antijüdische Feindbilder und Verschwörungsmythen werden im digitalen Raum recycelt. Millionenfach werden antisemitische Inhalte gepostet und auf Video-Plattformen und Social Media geteilt. „Jud Süß 2.0“ dokumentiert die visuellen Wurzeln dieses Antisemitismus und wirft dabei den historischen Blick zurück auf die Bildpropaganda des Nationalsozialismus: Wirken Klischees, Stereotype und Narrative von NS-Filmen wie „Jud Süß“ bis ins Heute hinein? Extremismus-Forscherinnen, Historiker und Online-Aktivistinnen decodieren diese alten und neuen Stereotype, geben Einblick in den geschichtlichen Kontext und folgen den Spuren der judenfeindlichen Verschwörungserzählungen, die direkt an alte Feindbilder aus Joseph Goebbels’ Propagandaministerium anzuknüpfen scheinen.

 

Zum Filmgespräch erwarten wir Astrid Kasperek von der Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt

Moderation: Stephen Lowry

© Blueprint Film/ALAVA

Dreamers

Headerbild

06.08.2024
19:00

Stéphanie Barbey, Luc Peter

D/CH, 2024, 84 Min

Englisch/Spanisch mit deutschen Untertiteln

Im Alter von 9 Jahren kam er mit seinen drei Brüdern und seinen Eltern aus Mexiko illegal nach Chicago. Bis zu seinem 17. Lebensjahr hatte er Aufenthaltsrecht in der USA. Mit seinem 18. Geburtstag änderte sich sein Status: In den Augen des Gesetzes ist er seit diesem Zeitpunkt illegal in den USA. Der amerikanische Traum verwandelt sich in einen Alptraum. Der kleinste Fehler kann ihn zur Abschiebung führen.
Das Regiepaar Stephanie Barbey & Luc Peter haben Carlos und seine Familie über mehr als zwei Jahre begleitet und durch sie erlebt was es heißt, ohne einen legalen Status in der USA zu leben.
Die Schwarz-Weiß-Kameraarbeit von Nikolai von Graevenitz (Deutscher Kamerapreis 2022) wurde speziell ausgewählt, um diese Kontraste und Widersprüche hervorzuheben und zu betonen, was es bedeutet, im Schatten des US-Rechtssystems zu leben. Sie lassen uns die Glitzerwelt des amerikanischen Traums vergessen und vermitteln, trotz der harten Lebenssituation der Protagonist*innen, Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Moderation: Stephen Lowry

© Intermezzo Films