Programmflyer

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Filme der kommenden Wochen

Go Clara Go – die Kunst des kreativen Widerstands

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13.10.2026
19:00
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Sylvie Kürsten

D 2025, 93 Min

Deutsch

Wie lassen sich die Grenzen des Sag- und Sichtbaren durch Kunst verschieben – trotz oder gerade wegen aller Widerstände? Vor gut 50 Jahren erklärte eine Handvoll Künstler:innen die einstige sozialistische Vorzeigestadt Chemnitz/Karl-Marx-Stadt zur avantgardistischen Happening-Zone. Ob stumme Performances oder Pleinairs an der See, überbordende Künstlerfeste oder kaltnadelradierte Kollektivwerke – die Künstlergruppe Clara Mosch und die genossenschaftlich organisierte Galerie Oben haben seit den 70er Jahren bewiesen, dass Kunst in der DDR frei sein kann. Und westlichen Vorbildern wie Joseph Beuys in nichts nachsteht.

Mit ihrem Dokumentarfilm „Go Clara Go: die Kunst des kreativen Widerstands“ legt die Regisseurin Sylvie Kürsten ein Ausnahmekapitel ostdeutscher Kunstgeschichte offen. Zusammen mit den Protagonist:innen von damals spürt sie der kreativen Energie dieses subkulturellen Durchlauferhitzers am sächsischen Erzgebirgsrand nach – und taucht tief ein in diese legendäre DDR-Parallelwelt, in der Kunst und Leben immer zusammen gehörten. Das zog zahlreiche Fans an, aber auch die Spitzel der Stasi. Ein filmisches Fest für die nonkonforme Kunst aus dem Osten und eine Hommage an die Heimat. Und zwar pünktlich zum europäischen Kulturhauptstadtjahr 2025, wenn Chemnitz das Kunstpublikum aus aller Welt empfängt.

Kurzfilm: Short Film    von Olaf Held / Deutschland 2013

 

Filmgespräch mit:
Sylvie Kürsten, Regisseurin
Dr. León Krempel, Direktor der Kunsthalle Darmstadt

Rosemarie Tuchelt, naxos.Kino

©Salzgeber

Cuttting through rocks

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20.10.2026
19:00
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Sara Khaki & Mohammadreza Eyni

IRAN/USA/NL, u.a. 2025, 94 Min

Farsi/Azeri/Turkish/ OmU

Widerstand ist eine Kunst – niemand beherrscht sie besser als Sara Shahverdi: In ihrem Dorf im Norden des Iran ist sie schon lange als Unruhestifterin bekannt, weil sie für sich und für andere Frauen gegen die örtlichen Patriarchen einsteht.
Sara Khakis und Mohammadreza Eynis präzise inszenierter Film „Cutting Through Rocks“ ist ein gekonnt gestaltetes Werk des filmischen Dokumentarfilms, das buchstäblich mit einem Knall beginnt: Wir wechseln von einem schwarzen Bildschirm zu einer Frau mittleren Alters mit Kopftuch, die mit einer aus den Angeln geratenen Metalltür ringt; schließlich beschließt sie, die umgebende Steinumfriedung mit einer Kreissäge durchzusägen, damit die Tür wieder hineinpasst. Es ist eine treffende Metapher für die beeindruckende Sara Shahverdi, eine seit langem geschiedene Frau in einer tiefreligiösen Region im Nordwesten des Iran – eine Frau, die den größten Teil ihres Lebens damit verbracht hat, Geschlechternormen zu missachten und den Konventionen über den Haufen zu werfen. Die ehemalige Hebamme setzt sich zudem lautstark für die Stärkung von Frauen und Mädchen ein, wozu auch der Zugang zu Bildung und ein Ende der Kinderehen gehören. Und natürlich kämpft sie auch für das Recht, Motorrad zu fahren – ihre größte Leidenschaft überhaupt.
Das Filmteam begleitete seine Heldin und ihre Gemeinschaft schließlich sieben Jahre lang immer wieder, angefangen bei Shahverdis großem Clan oder auf Zusammenkünften unterstützender weiblicher Wählerinnen, die weniger Wahlkampfauftritte sind als vielmehr ein gewiefter Vorwand, um die Botschaft der „Girl Power“ zu verbreiten. Shahverdi warnt eine ziemlich ehrfürchtige Zuhörerschaft, dass sie das erstarrte System nicht allein auf den Kopf stellen kann. „Ihr alle müsst Veränderung wollen.“Die sittsam verschleierten Frauen wirken gleichermaßen skeptisch wie amüsiert. Gandom Films (Übersetzt mit DeepL.com) 

Kurzfilm: Those Who Throw a Stone     von Melissa Klingelhöfer / Deutschland 2023

Filmgespräch mit:
Mahsa Hadadi,
Lehrerin, Aktivistin, Feministin und Antifaschistin

Mehdi Nosratlu, naxos.Kino

In Kooperation mit der "Pupille" - Kino in der Uni

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©Gandom Films

Invisible People

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27.10.2026
19:00
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Alisa Berger

D/F 2023, 71 Min

japanisch OmU

Der zeitgenössische japanische Butoh-Tanz ist eine Ausdrucksform, die viele Emotionen zum Ausdruck bringen kann. Die Bewegungen suggerieren Körperkontrolle, Ruhe, Meditation – aber auch Lebendigkeit, Sinnlichkeit und manchmal Groteske. Entwickelt wurde die Tanzform in den 1950er Jahren. Noch heute wird sie von Meistern und Meisterinnen des Fachs interpretiert. Und ist in ihrer Komplexität so vielschichtig wie das Leben selbst.
Die Filmemacherin Alisa Berger porträtiert verschiedene Butoh-Performer*innen während ihrer Inszenierungen. Dabei vermischt sie Off-Texte mit kunstvoll-experimentellen Tanzarrangements, die das Wesen des Tanzes in den Vordergrund stellen. So lebt der Film von der Ruhe und Kraft, die die Tänzer und Tänzerinnen in sich tragen und die Voraussetzung sind, Butoh als Tanzform wirklich ausüben und leben zu können. Seinen experimentellen Charakter zeigt der Film auch im Einsatz von Licht, Farbe und Musik. Die Stroboskop-Effekte sind ebenso ein gestalterisches Element wie die düster-disharmonischen Klangkompositionen.

© fortisfemfilm

 

 

 

Prädikat besonders wertvoll

Kurzfilm:  Birds in the Earth     von Marja Helander / Finnland 2018

 

 

Filmgespräch mit:
Alisa Berger, Regisseurin des Films

Ulrich-Irato Hildmann, langjähriger Tänzer (Profi-Amateur)

Moderation: Marianne Spohner, naxos.Kino

 

 

Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit

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03.11.2026
19:00
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Gabriele Schärer

CH 2026, 118 Min

Deutsch

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen - Kreislaufwirtschaft statt Verschwendung und «Caring Economy» statt Profitorientierung. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft.

Nach dem Studium arbeitet Barbara Buser im Sudan, danach in Tansania, wo sie lernt mit wiederverwendetem Material zu bauen. Zurück in Basel wird sie die erste Fähr-Frau auf dem Rhein. Ihr Elternhaus ist das erste Haus, das sie vor dem Abriss rettet. Eine frühere Maschinenfabrik in Basel verwandelt sie in ein Quartierzentrum, das Gundeldinger Feld wird als ihr Meisterstück bezeichnet. Zusammen mit Eric Honegger gründet sie kurz vor der Jahrtausendwende das baubüro insitu.

Wir freuen wir uns, Sie im November hier zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) - Hörsaal 601, Gebäude 1, Nibelungenplatz 1

Filmgespräch mit:
Margit Sichrovsky, LXSY Architektur Berlin, "Zirkuläres Bauen", Professorin FG Klimagerechte und ressourceneffizente Architektur, Hochschule für Technik  Stuttgart

Moderation: Christina Budde, naxos.Kino

In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)

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©mindjazz pictures

Beyond Eternity

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10.11.2026
19:00
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Arian Lehner

A 2024, 60 Min

Deutsch

"BEYOND ETERNITY ist eine Architekturerkundung im Kontext von Klimawandel, Ressourcenknappheit, zirkulären Strategien Immobilienspekulationen und Flüchtlingskrisen. Dieser Dokumentarfilm reflektiert über das Potenzial zukünftiger, nachhaltiger Architektur jenseits der dominanten Perspektiven der nördlichen Industriestaaten. Im Rahmen eines Besuchs der „Sharjah Architecture Triennial“ 2023 in den Emiraten begibt der Film sich auf die Suche nach wichtigen Fragestellungen unserer Zeit: Sollen wir so weitermachen wie bisher? Welche Architektur wollen wir?
Darüber hinaus kommen an der Triennale beteiligte internationale Architekt:innen / Künstler:innen aus Dänemark, Indien, Nigeria, Libanon, Ghana und Palästina über ihre spannenden Projekte zu Wort.

Wir freuen wir uns, Sie im November hier zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) - Hörsaal 601, Gebäude 1, Nibelungenplatz 1

Filmgespräch mit:
Arian Lehner, Regisseur des Films, Architekt und Chefredakteur "architektur.aktuell" Wien

Moderation: Christian Holl / Marius Mersinger, BDA Hessen

In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)

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©© Mies. TV - Arian Lehner

Cycling Cities

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17.11.2026
19:00
Protest. Widerstand. Aufstand.
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Ingwar Perowanowitsch

D/F/NL/DK 2026, 84 Min

Deutsch, Französisch, Englisch

Der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch reiste zwei Monate lang per Rad durch Europa. Er startete in Freiburg und besuchte mit Kamera im Gepäck Städte wie Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen. Perowanowitsch wollte erfahren, warum sie als besonders lebenswert gelten, was sie dafür machen und was deutsche Kommunen von ihnen lernen können. Dafür spricht er vor Ort mit Planenden, politisch Verantwortlichen und Engagierten.
Perowanowitsch zeigt, wie entschlossenes Handeln den öffentlichen Raum neu verteilen und die Lebensqualität steigern kann. "Cycling Cities" zeigt Wege auf, wie sich deutsche Städte verändern können.
Blick über die Grenze: Paris beweist, wie schnell eine Metropole Straßen für den Radverkehr umbauen kann. In Utrecht fahren Menschen über die Dafne-Schippers-Brücke, die Wohngebiete direkt mit dem Zentrum verbindet. Perowanowitsch verdeutlicht, dass es für eine bessere Radinfrastruktur nicht an Platz mangelt, sondern oft am politischen Willen.

Wir freuen wir uns, Sie im November hier zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) - Hörsaal 601, Gebäude 1, Nibelungenplatz 1

Filmgespräch mit:
Dennis Knese, Professur für Nachhaltige Mobilität und Radverkehr, Frankfurt University of Applied Sciences
Anja Zeller
, politische Geschäftsführerin VCD Hessen

Moderation: Wolfgang Voss, naxos.Kino

In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)

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© Ingwar Perowanowitsch

Frauen am Bauen

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24.11.2026
19:00
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Ginger Hobi-Ragaz

CH 2026, 53 Min

Deutsch

Jamica hat genug von ihren Jobs bei Fastfood-Ketten, Yuma kann keine Pickel mehr retuschieren. Lucinda kämpft, um ihre Familie zu ernähren und Romana will endlich ihren Traumberuf ausüben.Der 53-minütige Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von vier Frauen und einer Sisters-helping-Sisters Organisation. In einer Jetztzeit Aufnahme und über zehn Jahre später. Die Realität hat zu einem brisanten Plottwist geführt. Die vier Frauen schlagen mitten im Leben ihren eigenen Weg ein und scheuen dabei keine Hürden auf ihrem Weg ins Bauhandwerk. Dadurch entsteht eine so eindrückliche Kraft, dass sich diese auch auf das Film-Publikum überträgt.
Die Lebensumstände der vier Frauen sind sehr unterschiedlich, ihr Wunsch im Kern derselbe. Während die Relevanz der vielschichtigen
gesellschaftlichen Themen im Film zeitlos ist, hat die Situation der Sisters-helping-Sisters Organisation an aktueller Brisanz gewonnen: So hat
diese die aktuelle US-Regierung angeklagt, die sie abschaffen will.

Wir freuen uns, Sie im November hir zu begrüßen:
Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS), Geb. 1, Hörsaal 601

Filmgespräch mit:
Ginger Hobi-Ragaz, Regisseurin des Films

Ruth Fühner, naxos.Kino

In Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) und dem Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA Hessen)
Mit großzügiger Unterstützung des Schweizer Generalkonsulats

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©Ginger Hobi-Ragaz