Programmflyer

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Filme der kommenden Wochen

Das Gewicht der Welt

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01.09.2026
19:00
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Florian Heinzen-Ziob

D 2026, 94 Min

Deutsch

Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber eine neue Generation Naturwissenschaftler:innen erlebt, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken, sind Maria, Doktorin der Glaziologie, Sebastian, Professor für Physikalische Chemie, und Nana, Molekularbiologin, Chronisten einer untergehenden Welt. Aber niemand hört auf sie. Was tun? Statt sich frustriert in den Elfenbeinturm ihrer Forschung zurückzuziehen, verlassen Maria, Sebastian und Nana das Labor und werden zu Aktivist:innen, denn sie tragen auf ihren Schultern das Gewicht der Welt. DAS GEWICHT DER WELT ist mehr als ein Klimadokumentarfilm – es ist ein zutiefst menschliches Porträt dreier Naturwissenschaftler:innen, die erkennen, dass ihre Forschung alleine nicht mehr ausreicht. In Zeiten zunehmender Klimakatastrophen, politischer Lähmung und gesellschaftlicher Spaltung bietet der Film einen emotionalen Zugang zu einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen?

Kurzfilm: No Snow for Christmas   von Bill Plympton / USA 2016

 

Filmgespräch mit:
Florian Heinzen-Ziob
, Regisseur
Prof.Dr. Sebastian Seiffert, Protagonist
Eva Backhaus, Scientists for Future Frankfurt

Hadwiga Fertsch-Röver, naxos.Kino

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V., unterstützt von Scientists for Future Frankfurt am Main

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©mindjazz pictures

Das andere Geschlecht – auf den Spuren von Simone de Beauvoir

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08.09.2026
19:00
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Nathalie Masduraud, Valérie Urrea

F 2024, 93 Min

Deutsch

Simone de Beauvoirs Essay "Le deuxième sexe" (dt. "Das andere Geschlecht", 1949) wurde durch sein Engagement für Gleichberechtigung, Unabhängigkeit der Frau und sexuelle Freiheit zur "Bibel" des Feminismus. Wie wirkt die Schrift heute weiter? Bedeutende feministische Forscherinnen unseres Jahrhunderts versuchen eine kritische Neulektüre des bahnbrechenden Werkes.
1949 rief Simone de Beauvoirs (1908-1986) Essay ʺDas andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frauʺ einen riesigen Skandal hervor – und wurde zum weltweiten Bestseller. Erstmals hinterfragt eine Philosophin und Schriftstellerin darin die Stellung der Frau in einer von Männern beherrschten Gesellschaft. Vor allem die tabulosen Beschreibungen von Mutterschaft, Sexualität und Abtreibung wirkten für damalige Verhältnisse schockierend. Es ist zugleich ein tausendseitiges Plädoyer für Gleichberechtigung, weibliche Unabhängigkeit und Sittenlockerung. Aber wie reifte dieses bahnbrechende Werk in Simone de Beauvoir heran? Entscheidende Impulse zur Ausarbeitung ihres berühmten Essays empfing die damals 39-Jährige im Jahr 1947, auf einer Vortragsreise durch die USA: Vier Monate lang beobachtete sie die Haltungen junger US-Amerikanerinnen auf dem Universitätsgelände und staunte über die Fügsamkeit der verheirateten Frauen. Auf dieser Reise begann sie auch eine Liebesbeziehung zu dem Chicagoer Schriftsteller Nelson Algren, der ihr sein Land nahebrachte.
Entsetzt über die brutale Rassentrennung, verglich sie die Lage der Schwarzen unter der weißen Vorherrschaft mit der Situation der Frauen unter der männlichen Dominanz – ohne allerdings den doppelten Opferstatus der afroamerikanischen Frauen ausreichend zu reflektieren. Heute werden Grundrechte wie die körperliche Selbstbestimmung der Frau erneut infrage gestellt; de Beauvoirs Überlegungen scheinen aktueller denn je. Ihr Schlüsselsatz ʺMan kommt nicht als Frau zur Welt, man wird esʺ nahm die aktuelle Gender-Forschung vorweg.
Der Dokumentarfilm ʺDas andere Geschlecht – auf den Spuren von Simone de Beauvoirʺ führt in der Art einer Initiationsreise an die für das Buch inspirierenden Orte. Bedeutende feministische Forscherinnen kommentieren einzelne Reisestationen: Judith Butler, Laure Murat, Silvia Federici, Kellie Carter Jackson, Caitlin Keliiaa und Françoise Vergès. Bei ihrer kritischen Neulektüre setzen sie sich mit Aktualität und Grenzen des Buches auseinander, das bis heute vielfältige Denkanstöße bietet.
Kurzfilm: Father and Daughter   von Michael Dudok De Wit / Großbritannien, Niederlande 2000

Filmgespräch mit:
Petra Gehring
, Professorin für Philosophie, TU Darmstadt

Ruth Fühner, naxos.Kino

© 刘东 鳌 (Liu Dong'ao),Creative Commons Zero, Public Domain Dedication

Hinter guten Türen

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16.09.2026
19:00
Mittwoch!
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Julia Beerhold

D 2023, 79 Min

Deutsch

Dies ist die Geschichte zweier Geschwister. Ihre Eltern liebten und förderten sie. Aber die Eltern übten auch rohe Gewalt aus: Die Kinder wurden geschlagen, sogar auf Wunden. Sie wurden geohrfeigt, wenn sie hinfielen. Manchmal grundlos. Für die Eltern war dies kein Widerspruch. Sie behaupteten, ihre Kinder zu lieben, und die Kinder glaubten es.
Die beiden Kinder sind die Regisseurin und ihr Bruder. Der Film dokumentiert die Geschichte der Familie sowie den Versuch, über etwas zu sprechen, das man normalerweise verschweigt: Die Misshandlung der eigenen Kinder. Ein Film über Schuld, Vergebung – und die Sehnsucht nach Familie.

Kurzfilm: Familienschaukel  von Tobias Wiemann / Deutschland 2007

Filmgespräch mit:
Tanja Dietz, wiss. Mitarbeiterin FB Erziehungswissenschaften, "Kindheits- u. Familienforschung", Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Anna Sica-Ott, Beratungsstelle bei Gewalt in Kindheit und Jugend, Kinderschutzbund Frankfurt a. M.

Christina Budde, naxos.Kino

In Kooperation mit dem Kinderschutzbund Frankfurt a. M.

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Hessische Dokumentarfilmtage LETS DOK: Alone _ Asho

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22.09.2026
19:00
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Jafar Najafi

Iran 2023/2019, 60 Min/30 Min

Farsi / OmU

Zwei Dokumentarfilme des iranischen Regisseurs Jafar Najafi im Doppelpack:

ALONE
Der 14-jährige Hirtenjunge Amir spielt, lacht und streitet mit seinen jüngeren Schwestern auf ihrer Schafweide im Iran. Doch sein nervöses Grasrupfen offenbart die große Zerrissenheit, die in ihm herrscht: Seit der Vater vor einigen Jahren verstorben ist, muss Amir die Funktion des Familienoberhaupts erfüllen und die Verantwortung für seine Schwestern tragen. Seine innere Stimme sagt ihm, dass er die 12-jährigen Mädchen nicht zum Heiraten freigeben kann. Gleichzeitig will er seine Familie nicht vor den Kopf stoßen und sich nicht leichtfertig über die Traditionen der Dorfgemeinschaft hinwegsetzen. Wir begleiten Amir in seinem einsamen Kampf gegen patriarchale Strukturen. Dayela Valenzuela

Der Film hatte seine internationale Premiere beim Filmfestival von Venedig in der Sektion Giornate degli Autori (Venice Days), wurde außerdem beim DOK.fest München gezeigt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Filmfestivals.

ASHO

Der Hirtenjunge liebt das Schauspielen und träumt von Hollywood. Zwischen Schafehüten und seine Cousine Pari necken, ist er ein leidenschaftlicher Filmfan. Er bewundert Jonny Depp, liebt Emma Stone, doch will seine zukünftige Braut nicht vor der Kamera sehen. Pari sieht das anders, wenn Asho ein Star wird, dann sollte sie das auch tun. Aber beide sind es schon lange: Bis zum großen Durchbruch sind die Familie, die Landschaft und die nach Promis benannten Schafe das Publikum.

Kurzfilm: Aus meinem Leben   von Daood Alabdulaa / Deutschland 2021

Filmgespräch mit:
Jafar Najafi, Regisseur

Melanie Gärtner, Gastmoderatorin, Programmleiterin Hessische Dokumentarfilmtage LETS DOK

LETs DOK I Hessische Dokumentarfilmtage

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©Jafar Najafi

From Ground Zero

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29.09.2026
19:00
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Khamis Masharawi u.a.

Palästina/F/Katar/JOR, 2024, 115 Min

Deutsch

"From Ground Zero“ ist eine Kompilation mit 22 Kurzfilmen von Regisseur*innen aus Gaza. Gedreht zwischen Dezember 2023 und März 2024 fangen die zwischen drei und sechs Minuten kurzen Filme individuelle Perspektiven auf die aktuelle Kriegs-Realität in Gaza ein. Mit einem Genremix aus Spielfilm, Dokumentarfilm, Doku-Fiktion, Animation und experimentellem Kino präsentiert From Ground Zero eine Vielfalt an Geschichten, die die Trauer, den Überlebenswillen, die Freude und die Hoffnung widerspiegeln, die dem Leben in Gaza innewohnen.
Das Projekt wurde von Rashid Masharawi, einem international renommierten palästinensischen Filmemacher aus Gaza, ins Leben gerufen.

beteiligte Reigisseure:
Wissam Moussa

Kurzfilm: Verfolgt   von Remus Pittermann / Deutschland 2023

Filmgespräch mit:
Irit Neidhardt, freie Autorin, Kuratorin und Referentin zum Themenbereich Kino und arabische Welt.

Cornelia Spohn, naxos.Kino

©mecfilm