Rückblick
Shahid: Der Name bleibt im Iran bestehen

Erzählt wird von der aus Teheran stammenden Filmemacherin Narges Kalhor, die aus ihrem Namen den Bestandteil Shahid (deutsch: Märtyrer) entfernen lassen will, weil er für sie eine Last ist. Behandelt werden dabei radikale Ideologien, historische Helden und Verbrechen, um diese Themen aufzuarbeiten. Die Film-in-Film-Geschichte zeigt die Filmemacherin in einer bayerischen Kleinstadt hinter den Kulissen, wie sie mit ihrer Filmcrew und den Darstellern einzelne Szenen bespricht. Ruth Fühner nannte den Film eine „Documentary“ (Dokumentation), also einen Film nur mit Szenen, die auch im Drehbuch stehen.
Kalhor hatte zuvor ausschließlich Kurzfilme gedreht, die sich kritisch mit der politischen Situation im Iran auseinandersetzen. Dieser Film – ihr erster abendfüllender – ist nun ein Abschluss mit dem Thema. Allerdings ist Shahid immer noch Bestandteil ihres Namens, weil die iranische Staatsbürgerschaft nicht aufgegeben werden kann und damit ihr bestehender Name bleibt.
Bild: Naxos-Moderatorin Ruth Fühner (l.) führte das Gespräch im kleinen Kreis mit überschaubaren 14 Gästen, da Regisseurin Narges Kalhor kurzfristig absagen musste.
rh
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